Mein Kind hört erst, wenn ich schreie – wie komme ich aus diesem Kreislauf?
Shownotes
Mein Kind hört erst, wenn ich schreie – wie komme ich aus diesem Kreislauf?
„Ich kann es fünfmal freundlich sagen und erst wenn ich laut werde, hört mein Kind!“
Kennst du diese Situation?
Du möchtest ruhig und bindungsorientiert mit deinem Kind umgehen, wiederholst deine Bitte immer wieder und irgendwann platzt dir der Kragen.
Plötzlich reagiert dein Kind. Zurück bleiben häufig Frust, Erschöpfung und ein schlechtes Gewissen.
Doch warum scheint ein Kind manchmal wirklich erst zu hören, wenn Mama oder Papa schreit?
In dieser Folge des Herzensschein® Podcasts schauen wir hinter diesen typischen Familienkreislauf.
Denn Hören ist nicht automatisch Kooperieren und hinter vermeintlichem „Nicht-Hören“ können je nach Alter ganz unterschiedliche Ursachen stecken.
In dieser Folge erfährst du:
🤎 warum dein Kind dich hören kann und trotzdem nicht sofort kooperiert 🤎 warum Schreien kurzfristig scheinbar „funktioniert“ 🤎 wie der Kreislauf aus Auffordern, Wiederholen und Lautwerden entsteht 🤎 welche Rolle das Nervensystem von Eltern und Kindern spielt 🤎 warum Mental Load, Zeitdruck und Erschöpfung deine Reaktionen beeinflussen können 🤎 weshalb Übergänge besonders häufig Konflikte auslösen 🤎 wie du Grenzen klar setzen kannst, ohne dein Kind kleinzumachen 🤎 warum weniger Wiederholen manchmal mehr bewirkt 🤎 wie Verbindung und klare Führung zusammenpassen 🤎 was Kinder je nach Alter brauchen 🤎 wie du nach dem Schreien wieder Verbindung herstellen kannst 🤎 und welche fünf Schritte dir helfen können, den Schreikreislauf langfristig zu verändern.
Ein wichtiger Gedanke dieser Folge:
Die entscheidende Frage ist nicht nur: „Wie bringe ich mein Kind dazu, endlich zu hören?“ Sondern auch: „Was passiert zwischen meiner ersten Aufforderung und dem Moment, in dem ich schreie?“
Denn genau dort liegt häufig der Schlüssel für Veränderung.
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Wenn dir die Folge gefallen hat, freue ich mich, wenn du den Herzensschein® Podcast abonnierst, bewertest und diese Folge mit einer Mama oder einem Papa teilst, die oder der gerade häufiger denkt:
„Warum muss ich eigentlich immer erst laut werden?“
Herzensschein® Podcast mit Stefanie Baum @familien.leben.leicht.gemacht
Transkript anzeigen
00:00:03: Hallo und herzlich willkommen bei Herzenschein.
00:00:06: Deine Podcast für ein leichtes Familienleben mit Baby- und Kind!
00:00:12: Wir begleiten dich hier auf deiner Reise zu entspannten Babyschlaf, liebevolle Erziehung ohne Schimpfen unter Entdeckungen wie Human Design dein Kind in seiner Einzigartigkeit unterstützt.
00:00:24: Schön dass du hier bist – lass uns loslegen!
00:00:41: Familien- und Elterncoach, Kinder- und Jugendcoach Babyschlafcoach und Human Design Kidscoach.
00:00:48: Und heute sprechen wir über einen Satz den ich in meinen Coachings unglaublich häufig höre.
00:00:54: Mein Kind hört einfach nicht!
00:00:55: Ich kann es fünfmal freundlich sagen – und erst wenn die Schreihe passiert etwas.
00:01:01: Vielleicht kennst du genau diese Situation?
00:01:03: Du sagst morgens bitte zieh deine Schuhe an.
00:01:07: Keine Reaktion.
00:01:09: Komm, wir müssen los!
00:01:10: Bitte zieh Deine Schuhen an Nichts!
00:01:13: Du räumst nebenbei noch die Brotdose ein, suchst den Schlüssel.
00:01:16: Dein anderes Kind braucht etwas und du merkst schon wie die Anspannung in dir steigt.
00:01:22: Bitte Schuhe anziehen?
00:01:24: Immer noch nichts.
00:01:26: Und irgendwann kommt jetzt zieh endlich deine Schuhen an – wie oft soll ich es denn noch
00:01:30: sagen?!
00:01:31: Und plötzlich bewegt sich dein Kind.
00:01:33: Die Schuher werden angezogen und du denkst siehst du ist geht doch warum muss ich eigentlich immer erst laut werden?
00:01:41: Und vielleicht kommt direkt danach das schlechte Gewissen.
00:01:44: Ich wollte doch gar nicht wieder schreien, warum schaffe ich es einfach nicht ruhig zu bleiben?
00:01:50: Möchte eigentlich anders mit meinem Kind umgehen.
00:01:53: Genau über diesen Kreislauf möchte ich heute sprechen.
00:01:57: und wenn dein Kind scheinbar erst hört, wenn du schreist bedeutet dass nicht automatisch der Schrein die einzige Sprache ist, die dein Kind versteht und es bedeutet auch nicht automatische, dass du konsequenter oder womöglich strenger werden musst.
00:02:11: Wir schauen heute Thema darauf.
00:02:13: Warum hört mein Kind nicht?
00:02:15: Warum funktioniert schreien scheinbar, warum werde ich überhaupt zu laut?
00:02:19: und wie können wir diesen Kreislauf langfristig verändern?
00:02:24: Warum Kinder scheinba erst hören wenn wir schreiden?
00:02:27: Beginnen wir mit einem wichtigen Unterschied.
00:02:30: Hören ist nicht dasselbe wie kooperieren.
00:02:33: Ein Kind kann dich akustisch gehört haben und trotzdem nicht sofort das tun was du möchtest.
00:02:39: Warum?
00:02:40: Er wird zwischen Mama etwas gesagt und ich unterbreche das, was ich gerade tue.
00:02:45: Reguliere meinen Frust und mache etwas anderes.
00:02:48: eine ganze Menge passiert.
00:02:50: Genau diese Fähigkeiten entwickeln sich über viele Jahre.
00:02:54: Ein Kleinkind, dass mitten im Spiel ist muss seine Aufmerksamkeit lösen.
00:03:00: Ein Kindergartenkind muss vielleicht einen Übergang bewältigen ein Grundschulkind kommt womöglich völlig erschöpft aus der Schule Und ein Teenager denkt vielleicht Warum soll ich das jetzt genau machen?
00:03:12: Das bedeutet nicht, dass Eltern keine Führung übernehmen dürfen.
00:03:16: Ganz im Gegenteil!
00:03:18: Kinder brauchen Orientierung und Grenzen aber wir dürfen unterscheiden zwischen mein Kind will mich provozieren und meine Kindschaft die Kooperation gerade nicht zu wie ich sie erwarte.
00:03:30: Warum schreien trotzdem scheinbar funktioniert?
00:03:34: Jetzt kommt die spannende Frage Wenn Schrei nicht die Lösung ist warum reagiert das Kind dann plötzlich Weiß ich die Situation schlagartig verändert.
00:03:45: Stell dir vor, du sagst viermal relativ ruhig bitte räumen deine Sachen weg.
00:03:50: und beim fünften Mal wie deine Stimme plötzlich laut.
00:03:54: Dein Gesicht verändert sich, deine Körperspannung verändert sich.
00:03:57: vielleicht gehst du näher an dein Kind heran.
00:03:59: Plötzlich ist eine völlig andere Intensität im Raum Das Nervensystem deines Kindes registriert.
00:04:06: Achtung jetzt ist es ernst.
00:04:09: Die Reaktion kann deshalb schnelle erfolgen.
00:04:11: Aber das bedeutet nicht automatisch, mein Kind braucht schreien.
00:04:16: Es kann vielmehr bedeuten, dein Kind hat gelernt dass die ersten vier Aufforderungen noch keine unmittelbare Handlung erfordern.
00:04:23: und genau hier entsteht ein Muster Der Kreislauf aus Wiederholen, Ignorieren, Schreien.
00:04:31: Dieser Kreislauf kann ungefähr so aussehen Du bittest dein Kind um etwas?
00:04:37: Keine Reaktion!
00:04:39: Du wiederholst dich... keine Reaktionen.
00:04:42: Du wiederholst dich noch einmal.
00:04:44: Deine Anspannung
00:04:45: steigt.".
00:04:46: Der Kind reagiert weiterhin nicht, du bist laut, dein Kind reagert!
00:04:51: Danach hast du ein schlechtes Gewissen.
00:04:53: Beim nächsten Mal möchtest du unbedingt ruhig bleiben.
00:04:56: Also sagst du es wieder fünfmal freundlich und irgendwann explodierst du erneut.
00:05:01: So lernen möglicherweise beide Seiten etwas – das Kind?
00:05:05: Ich muss erst reagieren wenn man mal oder Papa richtig laut werden….
00:05:08: Und der Erwachsene?
00:05:09: Das funktioniert wirklich nur, wenn ich schreihe.
00:05:12: So verstärkt sich der Kreislauf gegenseitig.
00:05:15: Das Spannende ist deshalb, wir müssen nicht erst beim Schreien ansetzen!
00:05:19: Wir dürfen uns anschauen was davor passiert.
00:05:23: Warum Eltern überhaupt schreien?
00:05:25: Möchte jetzt den Blick einmal weg vom Kind und hin zu uns Erwachsenen richten Denn meistens beginnt Schrei nicht in dem Moment indem du laut wirst.
00:05:33: Es beginnt viel früher.
00:05:35: Vielleicht bist du seit sechs Uhr wach.
00:05:37: Du hast schlecht geschlafen.
00:05:39: das Baby war nachts dreimal wach.
00:05:41: du musst arbeiten Die Küche sieht aus wie ein Schlachtfeld, die Wäsche wartet – du denkst an fünf Termine.
00:05:48: Dann partnert vielleicht gerade selbst schlechte Laune und weigert sich dein Kind die Jacke
00:05:52: anzuziehen.".
00:05:53: Die Jacke ist dann häufig nicht das eigentliche Problem!
00:05:56: Sie ist nur der Moment in dem der Nervensystem sagt «Ich kann nicht mehr».
00:06:00: Das ist dann eben ein wichtiger Punkt.
00:06:04: Wenn wir weniger schreien möchten reicht es deshalb häufig nicht zehn neue Erziehungssätze auswendig zu lernen.
00:06:10: Ja, wir müssen auch fragen….
00:06:12: Wie voll ist mein eigenes Stressfass?
00:06:16: Was passiert im Nervensystem?
00:06:19: Wenn ein Stresslöffel steigt, verändert sich auch deine Fähigkeit ruhig und überlegt zu reagieren.
00:06:24: Gleich kennst du das!
00:06:26: Am Wochenende ausgeschlafen und ohne Zeitdruck kann zu dieselbe Situation relativ gelassen begleiten.
00:06:32: Montagmorgen um sieben Uhr fünfund dreißig – ja wenn ihr um sieb Uhr vierzehn losmüsst.
00:06:38: Hm, ist das eine ganz andere Geschichte... Das Verhalten deines Kindes ist vielleicht ähnlich, aber deine verfügbare Regulationsfähigkeit ist eine andere.
00:06:47: Deshalb finde ich eine Frage besonders hilfreich Wie voll ist eben mein inneres Stress fast gerade?
00:06:54: Vielleicht bist du bei zwanzig Prozent dann kannst du ein Nein gut aushalten.
00:06:58: Vielleicht bist Du eben aber bei fünfundneinzig Prozent Dann reicht ein.
00:07:03: Ich will die andere Hose und Du explodierst.
00:07:06: Das bedeutet nicht, dass Eltern niemals wütend sein dürfen.
00:07:09: Wut ist ein Gefühl – entscheidend ist wie wir damit umgehen!
00:07:14: Aber mein Kind muss doch hören!
00:07:17: Vielleicht denkst du das eben jetzt?
00:07:18: Das klingt alles schön.
00:07:20: Stephanie aber, mein Kind muß irgendwie trotzdem hören….
00:07:23: Ja, natürlich brauchen Kindergrenzen.
00:07:26: Natürlich dürfen Eltern sagen Wir müssen jetzt los.
00:07:29: Ich lasse nichts zu, daß Du Dein Bruder schlägst.
00:07:32: Das Tablet wird jetzt ausgeschaltet.
00:07:34: Zähne putzen gehört zum Abend dazu.
00:07:36: Bindungsorientierte Erziehung bedeutet nicht, das Kind entscheidet alles.
00:07:40: Und Bedürfnisorientierung bedeutet auch nicht jedes Bedürfenes wird jederzeit erfüllt.
00:07:46: Kinder brauchen Erwachsene die Verantwortung übernehmen.
00:07:49: Der Unterschied liegt darin wie wir führen.
00:07:53: Ich kann eine Grenze klar setzen ohne mein Kind klein zu machen.
00:07:58: Weniger reden mehr Verbindung Ein Fehler den wir Eltern häufig machen.
00:08:04: Ja wir sprechen aus fünf Metern Entfernung.
00:08:07: Das Kind baut gerade Lego, Mama steht in der Küche und sagt, räum bitte auf.
00:08:12: Und keine Reaktion!
00:08:14: Hast du mich gehört?
00:08:15: wird nochmal gefragt.
00:08:17: Auch hier kommt keine Reakktion.
00:08:19: Ich habe gesagt es solls aufräumen.
00:08:21: Wenn dein Kind tief ins einem Spiel steckt kann es hilfreich sein zunächst Kontakt herzustellen.
00:08:26: Geh hin Komm auf Augenhöhe, berühre deinen Kind wenn das Berührung in diesem Moment mag und sage klar Schau mal zu mir wir müssen los Dann eine konkrete Anweisung geben.
00:08:37: Wie?
00:08:37: Bitte ziehe jetzt deine Schuhe an!
00:08:39: Nicht fünf Aufgaben gleichzeitig, nicht räumen auf, hol deinen Rucksack, zieh die Schuhen an und geh noch mal aufs Klon.
00:08:46: beeil dich sondern eine Sache nach der anderen.
00:08:50: Sage nicht fünfmal etwas was du beim ersten Mal meinst.
00:08:54: Das ist einer der wichtigsten Punkte dieser Folge.
00:08:57: Wenn Du etwas wirklich möchtest versuche nicht fünf Aufforderungen daraus zu machen Denn sonst kann sich unbewusst ein Muster entwickeln.
00:09:06: Ja, eine erste Aufforderung bedeutet es ist unwichtig.
00:09:09: Die zweite Auffordung – ja, es gibt noch Zeit.
00:09:12: und die dritte Auffordnung bedeutet man meint das langsam ernst und die vierte Auffforderung bedeutet gleich wird es kritisch Und dann kommt es zum Schreien.
00:09:20: und dann denkt sich das Kind jetzt muss ich reagieren.
00:09:23: Versuche deshalb in diese Richtung zu gehen.
00:09:26: Du nimmst Kontakt auf sendest ne klare Botschaft hast Zeit zum reagieren und begleitest damit dein Kind.
00:09:33: Als Beispiel, wir fahren jetzt los.
00:09:35: Bitte zieht deine Schuhe an!
00:09:37: Dein Kind reagiert nicht.
00:09:38: Ja dann ich zieh mal rufen, geh hin du bist gerade noch mitten im Spiel.
00:09:42: das sehe ich und wir müssen jetzt los.
00:09:45: komme ich begleite dich.
00:09:46: Du verbindest Verständnis mit Führung.
00:09:50: Übergänge sind für Kinder besonders schwierig.
00:09:53: Sehr viele Konflikte entstehen nämlich bei Übergängen Vom Spielen zum Essen, vom Fernsehen zum Zähneputzen, von zu Hause zur Kita.
00:10:02: Vom Spielplatz nach Hause, vorm Wachsein zum Schlafen.
00:10:05: Warum ist das eigentlich so?
00:10:07: Weil ein Kind etwas Angenehmes oder Interessantes beenden muss und zu etwas anderem wechseln soll.
00:10:13: Deshalb können Ankündigungen helfen wie noch zehn Minuten dann gehen wir.
00:10:18: Später kann man sagen noch fünf Minuten und jetzt noch einmal rutschen dann gehen.
00:10:23: Für jüngere Kinder kann ein Timer oder ein wiederkehrendes Ritual hilfreich sein.
00:10:28: Das Ziel ist nicht, dass dein Kind jeden Übergang begeistert findet.
00:10:32: Ja?
00:10:32: Dein Kind darf sagen ich will nicht und du kannst trotzdem sagen Ich weiß!
00:10:39: Du wärst gerne noch geblieben und jetzt gehen wir.
00:10:42: Gefühle und Grenzen dürfen gleichzeitig existieren.
00:10:46: Was mache es wenn mein Kind eben trotzdem nicht hört?
00:10:50: Dann stell dir zunächst selbst vier Fragen.
00:10:54: Hat mein Kind mich wirklich wahrgenommen?
00:10:57: Hat es verstanden, was ich möchte.
00:11:00: Kann es gerade Entwicklungsbedingte das leisten, was Ich möchte oder will ist die Grenze grade schlicht nicht akzeptieren Denn auch dass gibt Es Nicht.
00:11:09: jedes nicht kooperiert über Forderung.
00:11:11: Kinder haben einen eigenen Willen und manchmal lautet Die Antwort einfach Nein!
00:11:15: Ich Möchte Das Nicht Dann Darfst Du Führen Nicht Mit Endlosen Diskussionen Nicht mit Drohungen Sondern ruhig und klar.
00:11:22: Ich verstehe, dass du das nicht möchtest.
00:11:24: Wir gehen
00:11:25: trotzdem.".
00:11:27: Was wenn ich doch geschrien habe?
00:11:29: Diese Punkt ist mir besonders wichtig!
00:11:31: Vielleicht hörst Du diese Folge weil Du heute Morgen schon geschrien hast.
00:11:35: Dann musst Du jetzt nicht den restlichen Tag in Schuldgefühlen verbringen.
00:11:39: Viel wichtiger ist die Frage – was mache ich
00:11:41: danach?!
00:11:42: Du kannst Beziehung eben reparieren zum Beispiel indem Du sagst vorhin bin ich sehr laut geworden und war richtig gestresst Dass ich wütend war, war okay.
00:11:50: Aber ich möchte nicht zu mit ihr sprechen!
00:11:52: Es tut mir leid und wichtig ist Nicht aber du hast ja überhaupt nicht gehört.
00:11:59: Ja denn dann wird aus dieser Entschuldigung wieder eine Schuldzuweisung Ganz gleichzeitig später über das Verhalten deines Kindes auch sprechen.
00:12:07: aber die Verantwortung für dein Schrein bleibt bei dir.
00:12:10: Kinder lernen dadurch etwas unglaublich wertvolles.
00:12:12: Beziehungen müssen nicht konfliktfrei sein, um eben sicher zu sein.
00:12:18: Nach einem Konflikt können wir wieder Verbindung herstellen.
00:12:21: Was Kinder je nach Alter brauchen?
00:12:24: Bei einem zweijährigen sieht das natürlich anders aus wie bei einem sechzehnjährigen.
00:12:28: In der Altersgruppe eins bis drei braucht man wenig Worte, klare Grenzen für Begleitung und Korregulationen.
00:12:36: Im Alter von drei bis sechs Jahren sind klare Abläufe gut, eine Vorbereitung auf die Übergänge Wiederholungen und altersgerechte Wahlmöglichkeiten.
00:12:46: Im Alter zwischen sechs und zehn sollte man die Verantwortung langsam erweitern gemeinsam Lösungen finden und besonders nach Schule in Betreuung der Erschöpfung eben auch mit berücksichtigen.
00:12:58: Dann zwischen zehn und vierzehn Jahre ist es gut, ja mehr Mitsprache zu ermöglichen nachvollziehbare Regeln zu gestalten und weniger Befehle auszuüben.
00:13:08: Zwischen vierzehntundachzehn Jahren ist es so dass sich hier sehr viel noch mal verändert in der Rolle.
00:13:14: Jugendliche brauchen zunehmend eben die Eigenverantwortung.
00:13:17: statt mach jetzt sofort deine Hausaufgaben könnte die Frage eher lauten was ist dein Plan für heute und wobei brauchst du Unterstützung?
00:13:26: Natürlich gibt es weiterhin Grenzen, aber Führung entwickelt sich immer mehr.
00:13:30: ja von äußerer Steuerung hin zur Begleitung in die Selbstverantwortung.
00:13:35: Fünf Schritte um aus dem Schreikreislauf auszusteigen.
00:13:40: Wenn du aus dieser Folge nur eine Sache mitnimmst dann vielleicht diese fünf Schritte.
00:13:44: Erstens Verbindung herstellen Nicht quer durch die Wohnung rufen erst den Kontakt herstellen.
00:13:51: Zweitens klar und konkret sein.
00:13:54: Was genau soll das Kind tun, nicht fünf Dinge gleichzeitig anfordern?
00:13:59: Drittens weniger wiederholen.
00:14:02: Wenn dein Kind nicht reagiert, werde nicht einfach noch lauter oder wieder lauter.
00:14:07: Geh hin und begleite dein Kind!
00:14:10: Viertens Gefühle zulassen und Grenzen halten.
00:14:13: Du kannst sagen du darfst Wüten sein die Grenze bleibt trotzdem.
00:14:18: Fünftens Dein eigenes Nervensystem darf auch mit Berücksicht werden.
00:14:24: Frage dich deshalb, was brauche ich damit ich führen kann ohne zu explodieren?
00:14:29: Denn wir können unsere Kinder nur schwer durch starke Gefühle begleiten wenn wir selbst bereits völlig über andere Belastungsgrenzen gegangen sind.
00:14:39: Vielleicht liegt das eigentliche Thema gar nicht beim Kind.
00:14:43: Ja und hier möchte ich noch einen Gedanken mitgeben Wenn du nämlich sehr häufig schreisst Kann es auch damit zu tun haben.
00:14:49: dass ist nicht nur ja bezüglich deinem Kind ist an dem Verhalten Du das vielleicht fest machst.
00:14:55: Vielleicht geht es auch hier bei dir um Mental Load, Schlafmangel, fehlende Unterstützung, Perfektionismus, eigene Kindheitserfahrungen ständigen Druck, Konflikte in der Partnerschaft oder das Gefühl alles bleibt an mir hängen.
00:15:08: Genau deshalb schaue ich in meiner Arbeit nicht nur auf das vermeintlich schwierige Kind – Ich schaure auf das ganze Familiensystem.
00:15:15: Wir manchmal versuchen wir das Verhalten eines Kindes zu verändern obwohl eigentlich die gesamte Familie gerade Entlastung braucht.
00:15:23: Wann Unterstützung sinnvoll sein kann?
00:15:26: Wenn schreien bei euch zum täglichen Kommunikationsmuster geworden ist, konflikt die regelmäßig stark eskalieren oder du merkst ich weiß eigentlich wirklich nicht wie ich reagieren möchte und kann aber ich schaffe es dann auch nicht aus dieser Situation heraus.
00:15:41: Dann darfst du dir ja Unterstützung holen!
00:15:43: Nicht erst wenn irgendwie gar nichts mehr geht.
00:15:46: In meinem eins zu eins Familien- und Elterncoaching schauen wir individuell darauf was passiert bei euch?
00:15:51: Was triggert dich?
00:15:53: Was braucht dein Kind?
00:15:54: Welche Dynamiken haben sich eingeschlichen und welche Grenzen braucht es auch tatsächlich?
00:16:00: Und wie könnt ihr wieder mehr Verbindung und gleichzeitig Klarheit in euren Familienalltag bringen.
00:16:05: Vielleicht möchtest du Familien selbst professionell begleiten, ja dann ist es so dass du merkst vielleicht in dem Moment wow das sind genau diese Themen die mich so sehr interessieren dass ich das beruflich mir sehr gut vorstellen kann.
00:16:19: Ja, dann möchte ich dich herzlich zu meiner Herzenscheinausbildung zum Familien- und Elterncoach eben einladen.
00:16:26: Der nächste Ausbildungszeitraum startet am zweiten November und geht bis zum achtundzwanzigsten Dezember alles online und mit eins zu eins Begleitung das du auch sehr viel mitnehmen kannst.
00:16:40: In der Ausbildung beschäftigen wir uns unter anderem mit Bindungs- und Bedürfnisorientierter Familienbegleitung, Entwicklungspsychologie von null bis achtzehn Jahren, Nervensysteme und Regulationen, Kommunikation, Grenzen, Konflikte und professionelle Elternbegleitungen.
00:16:54: Dabei geht es nicht nur darum, Eltern fertige Erziehungstipps an die Hand zu geben – ja du lernst vielmehr zu verstehen was steckt hinter dem Verhalten deines Kindes?
00:17:03: Was passiert bei den Eltern?
00:17:04: Welche Dynamik entsteht innerhalb der
00:17:06: Familie?".
00:17:07: Und wie kann ich Familienprofessionell dabei begleiten, eigene nachhaltige Lösungen zu entwickeln?
00:17:14: Und etwas ganz Neues gibt es jetzt auch diesbezüglich bei Herzenschein.
00:17:18: Nach deiner Familie und Elterncoach-Ausbildung kannst du eben künftig die Möglichkeit in Anspruch nehmen dein Wissen in einer Aufbauausbildung zum Elternpaarcoach zu vertiefen.
00:17:29: Ja, dann geht es genau hier um dieses heutige Thema.
00:17:32: Manchmal steckt hinter dem Schrein nicht ausschließlich eine älteren Kind-Dynamik.
00:17:35: Vielleicht gibt es auch gleichzeitig Konflikte zwischen den Eltern.
00:17:39: Einer fühlt sich allein verantwortlich der andere fühlt sie sich vielleicht ständig kritisiert.
00:17:43: Damit Lotsteig die Nähe geht verloren und irgendwann reagieren alle schneller gereizt.
00:17:48: In der Eltern-Park coach Weiterbildung schauen wir deshalb gezielt auf die Paarbeziehung innerhalb des Familiensystems, unter anderem auf Kommunikation, Mental Load Triggerkreisläufe Beziehungsmuster Emotionalesicherheit und die Nähe und eben das Team bei den Eltern.
00:18:05: Ja so kannst du eben aus deiner Grundausbildung auch weiter entscheiden.
00:18:09: möchte ich eben zusätzlich auch mich bespezialisieren auf die Begleitung von Elternpaaren?
00:18:16: Oder möchtest du vielleicht Kinder noch individueller verstehen?
00:18:19: Denn könnte auch meine Human Design Kids Coach Ausbildung für dich interessant sein.
00:18:23: Hier lernst du Kinder noch einmal aus einer individuellen Perspektive zu betrachten und Human Design verantwortungsvoll als Agences, Coaching- und Reflexionsmodell in der Arbeit mit Kindern und Eltern einzusetzen.
00:18:34: Denn auch wenn zwei Kinder in derselben Familie leben heißt es nicht dass sie das selbe brauchen.
00:18:42: Zum Abschluss möchte ich dir einen Satz mitgeben.
00:18:45: Dann Ziel muss nicht sein, nie wieder laut zu werden.
00:18:47: Familienleben ist emotional – wir sind Menschen!
00:18:50: Wir werden gestresst zahlen, ja, wir werden Fehler machen.
00:18:53: Entscheidend ist vielmehr, erkennen wir unsere Muster.
00:18:57: Übernehmen wir Verantwortung?
00:18:59: Können wir etwas verändern und finden wir nach Konflikten wieder zueinander?
00:19:03: Wenn dein Kind also scheinbar erst hört wenn du schreist frag dich beim nächsten Mal nicht nur wie bringe ich mein Kind dazu endlich zu hören sondern was passiert eigentlich zwischen der ersten Aufforderung und meinem Schreien?
00:19:14: Genau dort liegt häufig der Schlüssel.
00:19:17: Weniger wiederholen, mehr Verbindung, klare Führung, Gefühle zulassen, Grenzen halten und auch dann eigenes Nervensystem ernst nehmen.
00:19:26: Den Kinderbrauchern eben keine perfekten Eltern, sie brauchen Erwachsene die bereit sind hinzuschauen Verantwortung zu übernehmen und immer wieder Verbindungen herzustellen.
00:19:35: Wenn du Unterstützung dabei möchtest, findest du alle Informationen zu meinem eins-zu-eins Familien- und Elterncoaching bei Herzenschein in den Show Notes oder unter www.lifeofhappiness.de.
00:19:45: Und wenn du selbst Familienprofessionell begleiten möchtes informiere dich über meine Ausbildungen.
00:19:51: einmal zum Familien-und Elterncoach, Elternparkoach und Human Design Kids Coach.
00:19:58: Ja ich freue mich, wenn wir uns in der nächsten Folge wieder hören.
00:20:01: Bis dahin bleib' bei dir, bleib in Verbindung und denkt daran!
00:20:05: Familie muss nicht perfekt sein, um sich sicher und verbunden anzuführen.
00:20:10: Alles Liebe und bis zur nächsten Folge Deine Stefanie!
00:20:16: Das war's für diese Folge von Herzensschein.
00:20:19: Danke dass du dir die Zeit genommen hast.
00:20:22: Wenn dir dieser Episode gefallen hat abonniere unseren Podcast Und lass uns eine Bewertung da damit noch mehr Eltern von diesen Tipps profitieren können.
00:20:33: Besuche uns auch gerne auf Instagram unter atfamilien.leben.leicht.gemacht für weitere Inspirationen und Austausch Bis zur nächsten Folge.
00:20:48: Lass Dein Herz Scheinen.
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